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Wer oder was ist die Aktion Ferienspaß?

Die Aktion Ferienspaß der Landjugend wurde 1991 ins Leben gerufen. Damals fand das erste Ferienlager in Wusterhausen (OPR) statt. Heute organisieren wir verschiedene Ferienlager und Jugendreisen. Es kümmern sich vorrangig ehrenamtlich engagierte Jugendliche mit Unterstützung unserer Fachkräfte um das Gelingen der Aufenthalte.

Wer sind die Betreuer?

Die Betreuer arbeiten ehrenamtlich und kommen hauptsächlich aus Berlin und Brandenburg. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind im Besitz einer JuLeiCa oder haben einen Berufsabschluss im pädagogischen Bereich. Außerdem betreuen auch Studenten pädagogischer Fächer in den verschiedenen Ferienlagern.
Fachliche Begleitung leisten die MitarbeiterInnen der Berlin-Brandenburgischen Landjugend.

Kann man die Betreuer vorher kennen lernen?

Die Möglichkeit haben sie bei individueller Anreise. Sie sollten die Gelegenheit nutzen und das Gespräch mit dem Betreuer suchen. Sie können ihn persönlich über ihr Kind informieren und evtl. Fragen auf beiden Seiten klären.

Was ist die JuLeiCa?

Die JuLeiCa ist die Abkürzung für die bundeseinheitliche Jugend-Leiter/innen-Card. An drei Wochenenden plus Erste-Hilfe-Kurs werden en potenziellen Betreuern Grundkenntnisse in Pädagogik, Gruppendynamik, Aufsichtspflicht und ähnliche Themen vermittelt. Sie werden weiter darauf sensibilisiert, wie ein Kind Heimweh andeutet und wie wir darauf reagieren. Mehr zu diesem Thema finden sie hier.

Was muss ich beim Buchen einer Reise alles beachten?

  • Reise buchen:
    Wichtig ist, dass Sie eine Reise aussuchen, die Ihr Kind auch möchte. Schauen Sie sich also die Angebote gemeinsam an. Sie können Ihrem Kind auch anbieten, einen Freund mitzunehmen. Das macht die Sache gerade beim ersten Mal leichter, wenn ein bekanntes Gesicht die vielen Neuigkeiten mit entdeckt. Dann füllen sie das entsprechende Formular aus und schicken es ab. Entweder im Internet, per Fax oder per Post. Beachten sie auch unsere Reisebedingungen und allgemeinen Hinweise.

  • Die Reiseunterlagen:
    werden Ihnen spätestens 14 Tage vor Reisebeginn zu gesendet. In den Unterlagen befindet sich ein Ferienpass, der Fragen zum Kind enthält. Zum Beispiel wollen wir von Ihnen wissen, ob Ihr Kind Medikamente einnehmen muss, hat es Allergien oder andere Krankheiten (z.B. ADHS und ist medikamentös eingestellt). Diese Fragen sind sehr wichtig für die Betreuer und werden auch vertraulich behandelt. Haben Sie weitere Fragen dazu, sprechen Sie uns an!

    Beachten Sie auch die Hinweise "Bitte nicht vergessen" auf der Katalogseite bzw. im Onlineangebot. Dann kann nichts schief gehen.

Was passiert wenn nicht genug Kids zusammen kommen für eine Woche die man selbst für´s Kind gebucht und bezahlt hat?

  • In seltenen Fällen hat ein Ferienlagerdurchgang zu wenig Teilnehmer, dann bieten wir ihnen für den Zeitraum des gebuchten Ferienlagers eine Alternative an. Das kann ein anderer Durchgang in einem anderen Zeitraum oder ein anderes Ferienziel sein. Bei einer preislichen Differenz können wir auch einen Rabatt gewähren. Eine Absage des aktuellen Durchganges, in dem Sie Ihr Kind angemeldet haben, erfolgt rechtzeitig. Die Regelung für jedes Ferienlager lautet meistens: 15 Personen bis 3 Wochen vor Reiseantritt.

Sind die Altersangaben im Katalog bzw. Onlineangebot verbindlich?

Die Altersangaben im Katalog und in unserem Onlineangebot sind Empfehlungen von uns, da wir z.B. das Programm und die Betreuung auf diese Altersgruppe zugeschnitten haben. Sie entscheiden letztendlich, ob Sie Ihr Kind auf die Reise schicken wollen. (Beispiel: Wenn ihr Kind im Oktober 8 Jahre alt wird und die Reise im Juni / August für das Alter von 8 -12 Jahren angeboten wird, werden wir die Buchung in der Regel nicht ablehnen) Die letzte Entscheidung liegt aber bei uns.


Wie viel Taschengeld kann ich meinem Kind mitgeben?

Grundsätzlich ist es Ihnen überlassen, wie viel Taschengeld Sie Ihrem Kind mitgeben. Wir können hier nur eine Empfehlung geben. (Eine Möglichkeit: 6-8 Jahre 10 €-15€/Woche; 9-11 Jahre 15€-20€/Woche; 12-14 Jahre 20€-25€/Woche.) Bei Vergabe des Taschengeldes sollten sie bedenken, dass die Kinder rundum versorgt sind. Die Kinder brauchen sich kein Essen kaufen. Es geht hier eher um Kleinigkeiten (z.B. mal ein Eis kaufen oder Süßigkeiten essen, aber auch mal ein kleines Souvenir für die Eltern mitbringen). Je nach Programmausschreibung brauchen die Kinder keinen Programmpunkt oder entsprechende Materialien vom Taschengeld bezahlen. Nach Ankunft raten wir den Kindern das Geld abzugeben, damit wir ihnen das Taschengeld einteilen können. So geben die Kinder das Geld nicht auf einmal aus.

Wie gehen die Betreuer mit Heimweh um?

Das Heimweh betrifft hauptsächlich Kinder bis ca. 10 Jahren. Die Betreuer reden mit dem betroffenen Kind und versuchen alles, um das Kind von seinem Problem abzulenken. Unser interessantes Programm ist ein geschicktes Ablenkungsmanöver, so dass kein Heimweh aufkommt bzw. wieder vergeht. In extremen Fällen können sich die Kinder nicht beruhigen. Hier folgt ein Gespräch mit den Eltern, um weitere Schritte einzuleiten. Einmal kann das ein Gespräch ohne Wissen des Kindes sein. Sie können dann dem Betreuer weitere Tipps geben, da Sie Ihr Kind ja am besten kennen. Wenn nichts hilft, können Sie Ihr Kind auch abholen. Beachten Sie bitte, dass der Reisepreis bei Heimweh nicht erstattet werden kann.

Was kann das Heimweh auslösen?

Folgende Risiken gibt es bzw. sind schon aufgetreten z.B.:

  • Es besteht ein akutes Risiko wenn Sie Ihr Kind überreden müssen mitzufahren (also fast zwingen) (Tipp: Sie kennen Ihr Kind am besten. Schauen Sie sich die Angebote gemeinsam an und suchen Sie auch ein Angebot gemeinsam aus.)
  • Ein Freund oder Freundin ist krank geworden, darum möchte Ihr Kind auch nicht mehr fahren und Sie schicken Ihr Kind trotzdem, weil Sie keine Reiserücktrittsversicherung haben) (Tipp: Fragen Sie einen anderen Freund oder Freundin, der evtl. mitfahren möchte. Zwingen Sie Ihr Kind nicht!)
  • Ihr Kind vermisst den Computer, kleine Spielkonsolen, Handy oder ähnliches und kann nicht ohne sein (Tipp: Geben Sie Ihrem Kind bitte diese Gegenstände nicht mit. Wenn es doch nicht anders geht und Sie kommen nicht dagegen an, sind diese Gegenstände bei uns nicht versichert. Die Betreuer übernehmen keine Haftung und übernehmen auch nicht das Aufladen der genannten Gegenstände.)
  • Bei Problemen der Kinder untereinander kann es vorkommen, dass ihr Kind das Gefühl bekommt nicht gemocht zu werden. Manchmal rufen die Kinder dann ihre Eltern an ohne, dass Betreuer etwas über die Probleme wissen.Natürlich bemühen sich die Betreuer in solchen Situationen besonders um gegenseitiges Ärgern zu unterbinden. Leider bekommt man manche Streitigkeiten, wie zu Hause auch, erst zu spät mit.

Kann ich das Heimweh vermeiden?

Sie können das Heimweh vielleicht vermeiden, wenn Sie Ihrem Kind das Kuscheltier mitgeben - es kann ja im Koffer bleiben, wenn Ihr Kind das uncool findet. Schön sind auch ein Brief, der bei der Ankunft geöffnet werden kann, ein schicker Schlafanzug, eine Taschenlampe, Lieblingsspielzeug und ein Foto der Eltern. Gameboy und MP3-Player sollten zu Hause bleiben. Viele Eltern geben ihren Kindern ein Handy mit. Bitte nicht! Das kann den Programmablauf stören und das Heimweh schüren.

Wie gehen die Betreuer mit anderen Problemen um?

Wenn Ihr Kind zum Beispiel krank wird oder einen Unfall hat, werden wir Sie nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen benachrichtigt. Bei einem Unfall wird erst an die Rettungsmaßnahmen gedacht, dann an die Eltern. Ist Ihr Kind krank oder medikamentös eingestellt und wir wissen nichts davon, kann es sein, dass wir es bei Problemen nach Hause schicken müssen (Extremsituation). Ist Ihr Kind Bettnässer ist es natürlich unangenehm für alle Beteiligten (besonders für das Kind) aber generell kein Problem, vorausgesetzt sie haben das im Ferienpass vermerkt.

Was geschieht, wenn mich mein Kind aus dem Ferienlager ganz aufgeregt / aufgelöst anruft und nach Hause möchte?

Es kann vorkommen, dass Ihr Kind Sie plötzlich anruft und nach Hause möchte. In solchen Situationen ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. In der Vergangenheit kam es vor, dass der Betreuer über das Problem nicht genauestens informiert war bzw. auch nicht wusste, dass Ihr Kind Sie anruft. Beruhigen Sie Ihr Kind und kontaktieren Sie unbedingt die Hotline. Ein ruhiges und sachliches Gespräch wirkt manchmal Wunder. Kinder sind sehr unterschiedlich emotional und impulsiv. Meistens wird mehr Drama daraus gemacht, als es eigentlich ist. Das hat die Erfahrung gezeigt. Damit wollen wir aber das Problem an sich nicht weniger ernst nehmen. Generell sind die Teamleiter für den Kontakt mit den Eltern verantwortlich. Teamleiter und Betreuer sind immer bestrebt alle Probleme zu lösen bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen. Im extremen Fall (wenn Ihr Kind sich nicht beruhigen lässt) werden Sie Ihr Kind selbstverständlich abholen können. Doch bevor das geschieht (Sie also überstürzt Ihr Kind abholen) sollten Sie an einer Klärung des Problems interessiert sein, da der Reisepreis auch in diesem Fall nicht erstattet werden kann.

Kann ich mein Kind im Ferienlager besuchen?

Nein. Das ist nicht erwünscht, denn das würde nur unnötig den Ablauf stören und kann nicht nur bei ihrem Kind zu Heimweh führen.

Kann mein Kind ein Handy mit auf die Reise nehmen?

Handys sind auf unseren Reisen nicht erwünscht, da sie den Programmablauf negativ beeinflussen können. Gleiches gilt für andere Wertgegenstände, für die wir keine Haftung übernehmen, falls diese kaputt gehen oder abhanden kommen. (Beispiele: Handy, Gameboy usw.) Die Betreuer sind auch nicht verpflichtet diese Geräte aufzuladen (besonders bei Zeltcamps besteht kaum eine Möglichkeit dazu).

Wie kann ich mein Kind im Ferienlager erreichen?

Sie können in dringenden Fällen die Hotline anrufen. Schön ist es, wenn sie auf traditionelle Art und Weise Kontakt zu ihrem Kind aufnehmen. Schreiben sie eine Karte oder einen Brief. Darüber wird sich ihr Kind sicher riesig freuen. Die Adresse können sie vor Ort erfragen bzw. aus den Reiseunterlagen entnehmen.

Bitte beachten sie, dass Sie ihrem Kind keine negativen Informationen im Ferienlager sagen oder schreiben sollten, da diese Informationen das Kind nur unnötig belasten und zu Heimweh führen würden. (Beispiel: Tod des Haustieres, Streitigkeiten in der Familie oder ähnliches). Lassen Sie ihrem Kind eine erholsame und unvergessliche Ferienzeit erleben. Danach ist noch genug Zeit über Probleme in Ruhe und persönlich mit dem Kind zusprechen.

Darf mein Kind auch alleine Unterwegs sein?

Das kommt ganz auf das Alter des Kindes und das Reiseziel an. Auf dem Gelände der Ferienanlage können sich die Kinder meistens frei bewegen. Sie dürfen Fußball spielen, zum Spielplatz gehen oder auch zum Kiosk gehen. Wichtig ist, dass die Kinder den Betreuer darüber informieren und sich abmelden. Es wird eine Zeit für die Rückkehr vereinbart. Sollten wir einen Ausflug in eine Stadt machen gilt die Regelung: Immer mindestens drei Kinder zusammen. Die jüngeren Kinder bleiben bei dem Betreuer.

Thema: Nachtwanderung

Was ist eine Nachtwanderung?

    Bei der Nachtwanderung geht es darum, wie der Name schon sagt, in der Nacht wandern zugehen. Es wird eine bestimmt Strecke ausgewählt, die nicht zu lang ist. Auf dieser Streck werden "Geister" bzw. "Gruselecken" eingerichtet, welche die Betreuer und manchmal auch ältere Kids bzw. Jugendliche des Lagers übernehmen. Ziel ist es Spannung aufzubauen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Kinder sich darauf freuen und dass dieser Programmpunkt ein Highlight ist.
Aber was wird gemacht, wenn ein Kind nicht möchte?
    Wenn ein Kind nicht mitgehen möchte wird es nicht dazu gezwungen. Auch Kinder die schon schlafen, werden nicht "gewaltsam" geweckt oder ähnliches. Die Kinder haben auch die Möglichkeit, zurück gebracht zu werden.

Was geschieht nach der Ferienreise?

Nach der Ferienreise, hat Ihr Kind die Möglichkeit, die neuen Freunde wieder zu sehen. Wir organisieren dafür jedes Jahr ein Wiedersehenswochenende im Oktober. Außerdem haben Sie die Möglichkeit die gemachten Fotos von den Aktivitäten zu erwerben. Dazu haben wir einen Fotoservice eingerichtet. Die betreffenden Infos finden Sie hier

Die Betreuer treffen sich jedes Jahr unmittelbar nach der Ferienreise, um eine Auswertung der jeweiligen Reisen vorzunehmen. Ziel ist es die Qualität der Reisen zu optimieren.

Wie sieht es mit der Bezahlung der Reise aus?

Wenn Sie eine Reise gebucht haben, erhalten Sie von uns eine Buchungsbestätigung, die gleichzeitig eine Rechung darstellt.

Mit Erhalt der Buchungsbestätigung und des Reisepreissicherungsscheins im Sinne von § 651 k Abs. 3 BGB ist eine Anzahlung in Höhe von 80,00 € pro Reiseteilnehmer zu leisten. Die Restzahlung wird 30 Tage vor Reisebeginn auf das in der Reisebestätigung genannte Konto fällig. Erfolgt die Anmeldung weniger als 30 Tage vor Reisebeginn, wird der gesamte Reisepreis fällig.

Wie groß sind die einzelnen Gruppen?

Die Gruppengröße liegt in der Regel bei ca. 15 Teilnehmern, die von 2 Teamern betreut werden.

Wie ist das mit Krankheiten, Kinder die behandlungsbedürftig sind?

Wenn die Eltern Medikamente mitgeben, können diese durch die Teamer verteilt werden. Bei akuten Erkrankungen ziehen wir einen Arzt hinzu und informieren die Eltern. Sollte unerwartet das Kind in der Nacht zum Arzt und so mit die Eltern nicht erreichbar sein, informieren die Teamleiter die Eltern am nächsten Tag.

Braucht mein Kind eine Ferienlagertauglichkeit vom Kinderarzt?

Wir verlangen keine Ferienlagertauglichkeitsbescheinigung (was für ein Wort ;-) vom Kinderarzt. Es sei denn wir würden es im Ferienpaß und Reiseunterlagen ausdrücklich verlangen, was wir aber nicht tun. Wir verlassen uns lediglich auf die wahrheitsgemäßen Angaben im Ferienpaß, der mit den Anreiseinfos spätestens 14 Tage vor Reiseantritt zu geschickt wird.